THW-SONDEREINSATZ IM SCHAUSTEINBRUCH HÄUSELLOH
Einmalige Demonstration

SELB - Als zuverlässiger Helfer bei besonders schwierigen Einsätzen hat sich wieder einmal das Technische Hilfswerk Selb gezeigt. Im Schausteinbruch Häuselloh muss der große Dieselmotor für die Steingattersäge eine Ölwanne bekommen, bevor er in Betrieb genommen werden kann. Das bedeutet: Hochheben des drei Tonnen schweren Kolosses mit Hydraulikstempeln und vorherigem Einrichten von Stahlträgern, bevor dann auf besonders engem Raum die große verzinkte Wanne, gefertigt von der Firma Thüring, untergeschoben wurde.
Das THW Selb war zu diesem Einsatz, der recht rasch erfolgen musste, mit einer über 25 Mann starken Einsatzgruppe angetreten - ausgerüstet mit schwerem Gerät und mehreren Einsatzfahrzeugen. Gleichzeitig wurde auch dem Schlüterdiesel für den Windenantrieb zum Hochziehen der steinbeladenen Lore vor dem Steinsägengebäude eine Ölwanne untergelegt. Mit einem rasch installierten Dreibein mit Flaschenzug wurde das Hochhieven bewältigt.

 

Da die THWler erst nach Feierabend und damit in der Dunkelheit anrücken konnten, wurde die ganze Szenerie mit Einsatz von Generatoren im Wald hell ausgeleuchtet. Um so beeindruckender war, was hier an Zentimeterarbeit geleistet wurde. Es war eine einmalige Demonstration des Selber THW im Jahr seines 50-jährigen Bestehens, wobei auch die starke Jugendgruppe mitgewirkt hat.

Das THW hat den Schausteinbruch in über zehn Jahren bei allen grundlegenden und entscheidenden Einsätzen begleitet, so beim Herrichten des stark verfallenen Steinsägengebäudes, beim Ab- und Wiederaufbau des Kollerganges, beim Hineintransport des riesigen Dieselmotors samt Generator und beim Ab- und teilweise Wiederaufbau eines Masseschlagtisches. Dafür zollen der Fichtelgebirgsverein und der Häuselloh-Verein ENKL im Namen aller Selber dem THW-Team unter der Leitung von Uwe Prucker und seines Vorsitzenden Udo Winkler herzlichen Dank.

Frankenpost, 6. Dezember 2003

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