Effektive Maßnahmen brauchen ihre Zeit
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| Neben großem maschinellen Einsatz war bei der THW-Übung auch Handarbeit gefragt. | |
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| Ein riesiger Kran sowie die Drehleiter der Selber Feuerwehr waren im Einsatz, als das THW im Factory In eindrucksvoll demonstrierte, wie man einsturzgefährdete Gebäude abstützt. |
THW | Die Ortsverbände Selb, Marktredwitz und Freising demonstrieren eindrucksvoll, wie einsturzgefährdete Gebäude mit imposanten Konstruktionen abgestützt werden können.
Selb - Wie man einsturzgefährdete Gebäude abstützen und sichern kann, das demonstrierten die THW-Ortsverbände Selb, Marktredwitz und Freising zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Selb eindrucksvoll und mit großem technischen Aufwand im Factory In. Interessiert beobachteten einige Zuschauer und viele Dienstgrade der Feuerwehr Selb und des Landkreises, wie imposante Abstützsysteme aus Holz und Stahlrohren aufgebaut und installiert wurden.
Vierstündige Übung
Der Geschäftsführer des Technischen Hilfswerks Marktredwitz, Reinhold Mätzis, begrüßte alle Interessierten und führte mit sachkundigen Erklärungen durch die vierstündige Übung. Er stand auch für Fragen zur Verfügung. Gemeinsam mit Andreas Pinner aus Freising und Kreisbrandinspektor Werner Schachtner, der sich nun auch zum Baufachberater qualifiziert hat, erklärte er mit Hilfe einer modernen Power-Point- Präsentation die vielen Möglichkeiten, wie man mit Stützsystemen Menschen und Gebäude sichern und retten kann.
"Für effektive Stützmaßnahmen brauchen wir Zeit, denn hier ist handwerkliche Leistung gefragt", stellten die Fachmänner fest. Bei heiklen Aufgaben werde auch ein Statiker zu Rate gezogen und modernste elektronische Vermessungstechnik mit eingebunden. In Marktredwitz, Chemnitz und Freising sind Stützpunkte für Gebäudeabsicherungen installiert.
Sprengwerk vorgeführt
Um so ein großes Holz-Abstützsystem, wie es am Samstag in Selb vorgeführt wurde, zu errichten, braucht man mindestens acht bis zehn Stunden. Schneller geht der Aufbau einer Stahlrohrkonstruktion, aber diese ist nicht immer einsetzbar. Auch ein "Sprengwerk" zum Abstützen wurde vorgeführt.
Wie abschließend noch mitgeteilt wurde, könne bei Bedarf der ausgebildete Baufachberater vom Einsatzleiter der Feuerwehr über die Leitstelle angefordert werden. Dieser unterstützt dann den Einsatzleiter bei den zu treffenden Entscheidungen.
Frankenpost, 10. Mai 2010
Text und Foto: Peter Wyrostek