Selber THW bekommt neues Fahrzeug
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Bei der Fahrzeugübergabe zeigt das Bild (von links) den Geschäftsführer des THW Hof, Rüdiger Maetzig, den Selber Oberbürgermeister Uli Pötsch, Kreisbrandrat Gerhard Bergmann, MdL Martin Schöffel, Stadtbrandinspektor Max Schmidt, Landrat Dr. Karl Döhler, MdB Elisabeth Scharfenberg, THW-Ortsbeauftragten Uwe Prucker, Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, THW-Präsident Albrecht Broemme und Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger. |
Selb - Das Technische Hilfswerk in Selb hat 60-jähriges Bestehen gefeiert, und THW-Präsident Albrecht Broemme überreichte ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk: Ein funkelnagelneues Führungs- und Kommunikationsfahrzeug mit einem Anhänger für "Führung und Lage" erwartete die politische Prominenz, die Führungsdienstgrade der Feuerwehr unter Kreisbrandrat Gerhard Bergmann sowie die zahlreichen THWler und Besucher der Jubiläumsveranstaltung in der Selber Werner-Schürer-Wache. Broemme übergab den symbolischen Schlüssel und bat um gute Pflege des Fahrzeuges, denn "in den nächsten 30 Jahren gibt's kein neues!"
Obwohl sich der THW-Präsident eine dreiviertel Stunde verspätet hatte, ließ sich Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich seine gute Laune nicht verderben. Das THW sei ihm innerhalb seines Aufgabengebietes besonders an sein Herz gewachsen, betonte er. Der Kraftwerksunfall in Japan oder das Hochwasser in Deutschland hätten die Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit des THW noch mehr verdeutlicht. Der Innenminister wies auf die vielen Freiwilligen hin, die ihre Freizeit für das THW opferten, sich immer weiter qualifizierten und Verantwortung übernähmen. Dr. Hans-Peter Friedrich wünschte dem Ortsverband unter der Führung von Ortsbeauftragtem Uwe Prucker viel Freude mit dem neuen Fahrzeug.
Die Geistlichkeit, vertreten durch Dekan Hans Klier für die katholische Gemeinde und den evangelischen Pfarrer und Notfallseelsorger Andreas Münster, weihte das Fahrzeug. Beide Pfarrer erinnerten an die Grenzen, an die die Helfenden oft körperlich und seelisch stoßen. Gemeinsam übergaben sie das Fahrzeug und ließen alle Anwesenden an ihren Segen teilhaben.
Der Führungs- und Kommunikationskraftwagen (FüKomKw) dient dem Transport der Einsatzmannschaft und der technischen Ausstattung sowie als Arbeitsraum für den Funk- und Fernmeldebetrieb. Hier laufen im Einsatzfall alle Meldungen und Nachrichten zusammen und werden durch einen Verbindungsschlauch zum "AnhFüLa", den Anhänger "Führung und Lage", an den Führungsstab weitergeleitet. Beide zusammen bilden die mobile THW-Führungsstelle. Von dieser Kommandozentrale aus werden in "Großschadensgebieten" die Einsatzgruppen koordiniert und geführt. Der Anhänger, aufgebaut auf einem Tandem-achs-Fahrgestell, ist so konstruiert, dass er innerhalb von fünfzehn Minuten von einer Person einsatzbereit aufgestellt werden kann. Durch die seitlich ausklappbaren Bodenerweiterungen entsteht ein Arbeitsraum von zirka vier bis fünf Metern für die Stabs- und Lagebesprechungen .
Fahrzeug: zulässiges Gesamtgewicht 12 000 Kilogramm; Abmessungen: Gesamtlänge 8,172 Meter, Gesamthöhe 3,470 Meter, Gesamtbreite 2,505 Meter.
Technische Daten Anhänger: zulässiges Gesamtgewicht 4300 Kilogramm, Leergewicht zirka 3700 Kilogramm; Abmessungen einsatzbereit: Gesamtlänge 8,370 Meter, Gesamtbreite 5,211 Meter, Gesamthöhe (mit Funkmast) 9,364 Meter.
Frankenpost, 16. Dezember 2013
Text und Foto: Annemarie Riedel